Technische Informationen
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Allgemeines zur Herstellung sowie zu Material und Farbausführungen
Die von uns angebotenen Messingartikel werden im sehr aufwändigen Sandgussverfahren hergestellt.
Das Sandgussverfahren ist eines der ältesten Gießverfahren. Die Formen werden aus Quarzsand hergestellt und nach der ersten Verwendung zerstört. Dieses Verfahren ist mit großem Aufwand verbunden, da für jedes neue Gussstück eine neue Sandform hergestellt werden muss.
Bevor man mit dem eigentlichen Gussverfahren beginnen kann, muss die Sandform, welche aus zwei Formkästen besteht, hergestellt werden. Dabei wird das gewünschte Modell in einen Formkasten gelegt und mit Formsand gefüllt. Dieser wird mit Bindemitteln wie z. B. Ton, Zement oder Kunstharz verstärkt.
An dieser Stelle wird das Sandgussverfahren in verschiedene Kategorien eingeteilt. Wird beispielsweise Quarzsand mit Ton gemischt, spricht man von einem Nassgussverfahren, das durch eine hohe Maßgenauigkeit geprägt ist. Beim Trockenguss ist der Anteil des Bindemittels höher, dadurch können die Formen höheren Belastungen ausgesetzt werden. Aufgrund des geringen Wasseranteils kann es zu keiner chemischen Reaktion zwischen Form und Metall kommen.
Anschließend werden Formkasten und Modell entfernt – die Negativform ist fertig und es kann mit der Produktion begonnen werden. Der vorhandene Hohlraum wird mit flüssigem Messing gefüllt (Legierung mit mindestens 50 % Kupferanteil und Zink. Je nach Kupferanteil variiert die Farbe von goldorange – hoher Kupferanteil – bis hellgelb glänzend). Der Abkühlungsprozess dauert etwas länger, da dem Formstoff die Feuchtigkeit fehlt und dieser eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Der Vorgang endet mit der Zerstörung des Formkastens und der Säuberung des Gussstückes.
Grundlagen der Beschlagtechnik – Türbeschläge –
Buntbart-Garnitur (BB) für Zimmertüren
In Innentüren befinden sich Schlosskästen, welche zum Verriegeln der Tür notwendig sind. Diese sind in Abmessung und Ausführung genormt. Zu einem Buntbart-Schlosskasten wird eine Buntbart-Türdrücker-Garnitur bestellt. Zur Bedienung des Riegels im Schlosskasten wird ein Innentür-Schlüssel verwendet.
Der genormte Abstand (Lochabstand) von Mitte Schlossnuss bis Mitte Schlüsseldorn beträgt 72 mm (bei sehr alten Türen manchmal auch 92 mm).

Profilzylinder-Garnitur (PZ) für Haustüren
In Haustüren, Wohnungseingangstüren oder Innentüren befinden sich Schlosskästen, welche zum Verriegeln der Tür notwendig sind. Diese sind in Abmessung und Ausführung genormt. Zu einem PZ-Schlosskasten wird eine PZ-Türdrücker-Garnitur bestellt.
Zur Bedienung des Riegels im Schlosskasten wird ein Profilzylinder mit dazugehörigem Schlüssel verwendet. Der genormte Abstand (Lochabstand) von Mitte Schlossnuss bis Mitte Profilzylinder beträgt 72 mm (bei Haustüren meist 92 mm in Kombination mit einem 10 mm Vierkantstift statt 8 mm wie bei Innentüren).

Bad-Garnitur (WC)
In Innentüren befinden sich Schlosskästen, welche zum Verriegeln der Tür notwendig sind. Diese sind in Abmessung und Ausführung genormt. Zu einem Bad-Schlosskasten wird eine Bad-Türdrücker-Garnitur bestellt.
Zur Bedienung des Riegels im Schlosskasten wird ein Drehknopf mit einem 8 mm Stift verwendet. Der genormte Abstand von Mitte Schlossnuss bis Mitte Riegelnuss (Stiftnuss) beträgt 78 mm.

DIN-Richtungen
DIN-Richtungen werden nach DIN 107 definiert. Die DIN-Richtung sagt aus, an welcher Seite das Türblatt an der Zarge angeschlagen ist. Es handelt sich hierbei also um die Seite des Drehpunktes zwischen Zarge und Türblatt.
Beispiel:
Der Betrachter steht auf der Innenseite des Türelementes, d. h. das Türblatt öffnet in seine Richtung. Der Betrachter sieht die Türbänder (Drehpunkt zwischen Zarge und Türblatt) auf der Innenseite. Sieht er nun links den Schlosskasten mit Türdrücker, während sich rechts die Türbänder befinden, so handelt es sich um eine Tür mit einem Anschlag DIN rechts.
Zu beachten ist dabei, dass die DIN-Richtung nicht zwangsläufig die Richtung der Lochteile (Hälfte eines Türgriffes ohne Rosetten) angibt. Insbesondere bei Wohnungsabschlusstüren werden meist Wechselgarnituren eingesetzt, die außen aus einem Knopf (Knauf) und innen aus einem Lochteil bestehen.
Es gibt Türdrücker (Türgriffe), welche sowohl links als auch rechts verwendbar sind, während andere aufgrund ihrer Form oder konstruktionsbedingter Eigenschaften nur links oder rechts verwendbar sind. Bei letzteren ist daher die Angabe der Richtung des Lochteils notwendig.
Wie das nachfolgende Beispiel zeigt, erhält auch eine Tür mit Anschlagrichtung DIN rechts ein Lochteil „links“, wenn das Türblatt nach außen öffnet.

Farben
Alle von uns angebotenen Artikel können in vier verschiedenen Farbvarianten hergestellt werden:
- Messing-Blank – komplett blankpoliert, goldglänzend
- Alt-Messing – Vertiefungen nicht auspoliert, glatte Flächen und Erhebungen blankpoliert und goldglänzend, antiker Stil
- Bronze-patiniert – komplette bronzefarbene Patinierung mit unterschiedlichen Schattierungen
- Chrom-Vernickelt – komplett verchromt/vernickelt, hochglänzend, silberfarben
Bildbeispiel:








